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Diese Frage wirft mehrere Themen auf: Was ist der Sinn von Streit? Wie viel Streit darf/soll sein? Wo ist meine persönliche Grenze? Was kann ich tun, wenn ich meine Ruhe/Frieden im Haus etc. haben möchte? Ich möchte mit den letzten Fragen beginnen: Was ist das Problem, daran, dass die beiden Kinder den ganzen Tag streiten? Die Erforschung dieser Frage, was genau sie daran stört (Am besten immer mit: Und was ist daran das Problem?) bringt Sie ihrem Bedürfnis näher. Das ist wichtig, denn in dem was sie tun können geht es genau darum – ihr Bedürfnis den Kindern näherzubringen und die Achtung ihres Wohlbefindens einzufordern. Die Freiheit endet dort, wo andere eingeschränkt werden. Das kann z. B. sein, wenn Sie in der Homeoffice nicht konzentriert arbeiten können, weil sie vom Streit abgelenkt werden. Oder weil sie nach dem Streit immer ein weinendes Kind haben und das anstrengend ist usw. Die Verhandlung dieser Bedürfnisse ist ein gutes Lernfeld für Kinder. Die ersten Fragen sind Fragen nach der Bewertung von Streit generell. Ist er OK, weil Kinder auch die Grenzen des anderen erfahren, Beziehungen so gestalten, einander kennenlernen, sich und ihr Gegenüber spüren, sich durchsetzen lernen usw. Oder ist er nicht OK, weil er destruktiv geführt ist, nicht aufgelöst werden kann, in Gewalt mündet usw. Geschwisterbeziehungen sind die längsten Beziehungen, die wir im Leben haben (neben den Beziehungen zu Eltern) und sind ein unglaublich gutes Lernfeld für die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern. Insofern sind nicht grundsätzlich schlecht. Es ist aber natürlich eine Frage, wie sie geführt werden, wie sie nachbearbeitet/aufgelöst werden können und ob jemand darunter leidet. Das Herausfinden von unterschiedlichen Konfliktstrategien kann von uns Eltern auch gut begleitet werden – es gibt nicht nur Durchsetzen und Nachgeben, weitere Strategien sind, Ausweichen, Kompromisse schließen oder sich zu einigen. Natürlich hat man als Elternteil auch nicht immer die Kraft, Lust und Laune, den Streit der Kinder in ein Lernfeld zu verwandeln und das ist auch völlig OK, wenn Eltern zunächst auf sich selbst und ihre Bedürfnisse gut schauen. Die Nachbesprechung muss ja auch keinesfalls in der Hitze des Gefechts stattfinden, sondern eher mal im Ruhigen. Und es ist auch in Ordnung, wenn Sie die Kinder einfach nur trennen und z. B. sagen: „Jetzt ist Schluss mit Streiten und jeder geht mal in sein Zimmer (oder in seinen Bereich)“, aber eine Erziehung, bei der kein Streit vorkommen darf, davor warne ich.